Chang Sanfeng aus dem Wudang-Gebirge wird unter
Kampfkunst-Aspekten im Zusammenhang gesehen mit Tamo aus dem Shaolin-Kloster.
Dabei geht es um die Teilung der Wushu-Stilrichtungen in Innere Stile (aus China) und äußere Stile (aus Indien).
Chang Sanfeng soll taoistische
Gesundheitsprinzipien und Kenntnisse von Energie-Zirkulation mit äußerer
Kampfkunst, die er vorher erlernt hatte, in seine Tai-Chi-Theorie eingearbeitet
haben.
Quellennachweis/ weiterlesen:
Chang Sanfeng San Feng.
Chang Sanfeng: Legenden, Yang-Stil, Chen-Stil
Laut einer Legende entwickelte der Mönch die
Innere Kampfkunst Tai Chi nach einem Traum, gemäß einer anderen Legende jedoch, nachdem er einen Kampf zwischen einer Schlange und
einem Vogel beobachtet hatte. Den harten Angriffen des Vogels begegnete die
Schlange mit kreisförmigen, fließenden Bewegungen. Gemäß der
Yin-Yang-Philosophie zeigte dies dem Mönch das Weichheit über Härte siegen kann.
Es ist zweifelhaft, ob Chang Sanfeng wirklich der offizielle Begründer des
Tai Chi angesehen werden kann, wie es z. B. Vertreter des Chen-Stils und des
Yang-Stils behaupten.
Der Mönch ist in ganz Ostasien sehr bekannt durch Überlieferungen, Legenden und
Geschichten. In seiner Biographie in der "Chronik des höchsten Gipfels des Taiho" wird der Heilige anschaulich beschrieben als stark und von großer Statur.
Der Ahnherr des Tai Chi bezeichnete sich selbst als "Meister der dreifachen
Fülle" (San-feng).
Viele Tai-Chi-Historiker wie z. B. Wile gehen davon aus, das Chang
Sanfeng mit dem Entwickeln innerer Kampfkünste und des Tai Chi im besonderen
nichts oder wenig zu tun gehabt hat. Sie gehen davon aus, das diese Legende
besonders von der Yang-Familie Ende des 19. Jahrhunderts propagiert wurde, um
ihrem Tai Chi tiefere historische Wurzeln zu geben.
Chang Sanfeng Zhang San Feng