Seminare höchster asiatischer Meister über Qi-Prinzipien, Innere Kampfkunst/ Tuishou, Fajin, Wu-Wei-Philosophie

Bei den fernöstlichen Künsten des "Qi" - besonders Qigong und Tai Chi - trifft der Interessierte (z. B. in Foren der "Szene" oder in "Fachzeitschriften") häufig auf Okkultes, Esoterik, Kommerz, ungezählte "Geheimnisse" und oberflächliche Effekte. Dr. Langhoff informiert über einige seiner asiatischen Lehrmeister, ihre Kompetenz, Offenheit und Hilfsbereitschaft. Wichtige Themen sind: Fajin, Tuishou und Wu Wei.

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Chang Sanfeng (Chang San Feng)

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Chang Sanfeng - der "Tai-Chi-Patriarch"

Chang San-Feng, Zhang Sanfeng

Der Legende nach wird Chang Sanfeng (Chang San Feng) in Verbindung gebracht mit Innerer Kampfkunst und mit Tai Chi Chuan. Er soll ein Mönch aus dem Wudang-Gebirge gewesen sein. Seine Person ist wissenschaftlich jedoch nicht ganz gesichert. Ihm wird häufig die "Erfindung" der 13 Stellungen zugeschrieben, also die 8 Techniken/ Energien und die 5 Haltungen. Chang Sanfeng steht dabei stets für die in der Inneren Kampfkunst geforderte Weichheit, Nachgiebigkeit und Yin-Yang-Strategie.

Chang Sanfengs Schriften, Theorien und Techniken sollen später von dem legendären Wang Chungyueh und einem seiner Schüler Chiangfa weiterentwickelt worden sein. Ungeklärt ist, ob dieser die Chen-Familie mit Tai Chi vertraut machte oder Tai Chi von den Chens erst erlernte.

Lesetipp Notfall Wushu: Tai Chi Selbstverteidigung. Lesetipp: Unbewusste Natürlichkeit - die Kunst des  Wu Wei.

 

Chang Sanfeng: Wushu, Stile, Daoismus

Chang Sanfeng aus dem Wudang-Gebirge wird unter Kampfkunst-Aspekten im Zusammenhang gesehen mit Tamo aus dem Shaolin-Kloster. Dabei geht es um die Teilung der Wushu-Stilrichtungen in Innere Stile (aus China) und äußere Stile (aus Indien). Chang Sanfeng soll taoistische Gesundheitsprinzipien und Kenntnisse von Energie-Zirkulation mit äußerer Kampfkunst, die er vorher erlernt hatte, in seine Tai-Chi-Theorie eingearbeitet haben. Quellennachweis/ weiterlesen: Chang Sanfeng San Feng.

Chang Sanfeng: Legenden, Yang-Stil, Chen-Stil

Laut einer Legende entwickelte der Mönch die Innere Kampfkunst Tai Chi nach einem Traum, gemäß einer anderen Legende jedoch, nachdem er einen Kampf zwischen einer Schlange und einem Vogel beobachtet hatte. Den harten Angriffen des Vogels begegnete die Schlange mit kreisförmigen, fließenden Bewegungen. Gemäß der Yin-Yang-Philosophie zeigte dies dem Mönch das Weichheit über Härte siegen kann.

Es ist zweifelhaft, ob Chang Sanfeng wirklich der offizielle Begründer des Tai Chi angesehen werden kann, wie es z. B. Vertreter des Chen-Stils und des Yang-Stils behaupten. Der Mönch ist in ganz Ostasien sehr bekannt durch Überlieferungen, Legenden und Geschichten. In seiner Biographie in der "Chronik des höchsten Gipfels des Taiho" wird der Heilige anschaulich beschrieben als stark und von großer Statur. Der Ahnherr des Tai Chi bezeichnete sich selbst als "Meister der dreifachen Fülle" (San-feng). Viele Tai-Chi-Historiker wie z. B. Wile gehen davon aus, das Chang Sanfeng mit dem Entwickeln innerer Kampfkünste und des Tai Chi im besonderen nichts oder wenig zu tun gehabt hat. Sie gehen davon aus, das diese Legende besonders von der Yang-Familie Ende des 19. Jahrhunderts propagiert wurde, um ihrem Tai Chi tiefere historische Wurzeln zu geben.

Chang Sanfeng Zhang San Feng

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