Als nach dem Tode seines Lehrers Yang Chengfu 1936 zahllose
Modifikationen und Varianten des Tai Chi entstanden, nahm Meister Fu
Zhongwen sich vor, mit all seiner Kraft die ursprüngliche Tai-Chi-Form zu
bewahren. Seiner Meinung nach waren fast alle der im Laufe der Jahre neu
entstehenden Modifikationen zwar hübsch anzusehende, tanzartige Bewegungen
ohne praktischen Nutzen, die überdies das Vorankommen beeinträchtigen
würden. Die ursprünglichen, korrekten Stellungen seines Lehrmeisters seien
oberstes Ziel beim Training, denn aus ihnen erwachse die innere
Zufriedenheit. Innere Erfahrung und innere Freude der Menschen seien
individuell und verschieden. Die korrekte Position sei hingegen die
Konstante, die alles im Sinne von Yin und Yang verbinde.
Seine ursprüngliche Ausführung der Yang-Tai-Chi-Form erhält zusätzliche Wichtigkeit angesichts der
Tatsache, dass der Yang-Stil ja in vielen Schulen einer mehr oder minder starken
Veränderung unterworfen ist und es nach wie vor ein großes Bedürfnis an
originalem Tai Chi der Yang-Familie aus
Yongnian gibt. Man ziehe zu diesem Thema die umfangreiche Fachliteratur zum
"chinesischen Schattenboxen" heran.
Lesetipp:
Doppelgewichtigkeit.
Auch über die Entwicklung der Inneren
Kampfkunst seit
Yang Luchan und zur traditionellen
Bewegungslehre hat Meister Fu auf Lehrgängen
viel berichtet.