Seminare mit Dr. Stephan Langhoff und Angela Plarre

Ausbildung bundesweit
5.3.- 9.3. 2012
11.6. - 15.6. 2012
27.8. - 31.8. 2012
22.10. - 26.10. 2012
Tai Chi DVDs 4-6
Tai Chi DVDs 7-9
Der Begriff Inneres Tai Chi ist nicht hilfreich - dies habe ich in anderem Zusammenhang bereits ausgeführt (s. Inneres Tai Chi)! In der "Kampfkunst-Szene" wird häufig geheimnisvoll von "Innerem Tai Chi" gesprochen das sehr selten geworden sei, weil in der Regel nur das "öffentliche, äußere Tai Chi" gelehrt würde. Das "Wahre Tai Chi" - man bezieht sich dabei z. B. auf Meister Chen Weiming - sei völlig anders und nur mit ihm könne man Gegner abprallen lassen. Auch erwähnenswert, dass man sich dabei nicht auf Fu Zhongwen bezieht, den ja besagter Meister Chen Weiming ausdrücklich über sich gestellt hat s. Inneres Tai Chi: Inneres Tai Chi.
Dabei beziehe ich mich auf bundesweite Anlaufstelle für Kritik (den "Kummerkasten") des Dt. Taichi-Bundes zum Thema Yang Shou Chung, Chu King Hung und der ITCCA. Info bietet auch die Yang-Stil-Seite www.yang-tai-chi.org unter Chu King Hung.
Wushu:
Kämpfen lernen ist letztlich der Kampf gegen sich selbst und
damit eine wahre Lebenskunst!
Auf einem seltenen Video zeigt Meister Yang Zhenduo Kampfkunst-Anwendungen zum Kampf gegen einen frontalen Gegner - hier für die Figur "Faust unter dem Ellbogen. Gedreht wurden die Videos auf den Seminaren 1987-1989 in Frankreich.



Quelle Tai Chi Zentrum > Martial Arts: Tai Chi Kampfkunst
Ein bekanntes Kampfkunst-Thema sind die "Vitalpunkte", die in Beziehung stehen zur Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM). Diese bildeten einen zentralen Bereich des ursprünglichen Taijiquan als Kampfkunst. Dies gehört nicht nur zu anderen (Inneren Kampfkünsten) wie Hsing-I und Ba Gua sondern auch zu (Äußeren Kampfkünsten) wie Judo und Karate.
Ein zentraler Fachterminus der klassischen Schriften der Inneren Kampfkünste ist die Doppelgewichtung/ Doppelgewichtigkeit. Häufig geht es auch um die Partner-Übungen des Tuishou/ Push Hands. Berühmte Meister der Tai-Chi-Kampfkunst waren Yang Luchan, Yang Shaohou und Wu Tunan (s. Innere Kampfkunst).

Die Brüder Stephan und Harald Langhoff betreiben seit 1969 asiatische Kampfkunst - für sie ist es nicht schwer, Show von Kompetenz zu trennen .
Anmerkung Tai Chi Kampfkunst/ Tai Chi Selbstverteidigung: Aussagen von Tai-Chi-Meistern in der Fachliteratur wie "Dann wirst Du unbesiegbar sein" sind meines Erachtens nicht sehr hilfreich sondern unnötig. (Z. B. auch bei Yang Chengfu bei der Erklärung von "Arme in Fächerform (The Essence and Applications of Taijiquan) zitiert nach der Übersetzung von L. Swaim S. 50). Häufig zirkulieren solche Versprechen auch in der "Szene". Analyse des Tai Chi Zentrums s. . Meine chinesischen Lehrer haben solche Aussagen mir gegenüber nie gemacht und auch in anderen Kampfkünsten sind sie nach meiner Kenntnis eher selten.
Zum asiatischen Konzept des Kämpfens
Realistische Kampf-Aspekte im Kampfsport
berühren viele weitere Themen - neben der Tai Chi Philosophie z. B. auch
Schattenboxen, Kampfkunst-Strategie, Karate aus Okinawa, Wushu Kempo etc. Ein
Teil der chinesischen Kampfkunst ist Tui Shou. Tai Chi Kampfkunst/ Qigong
Kampfkunst.
Für die Hohe Kunst der Selbstverteidigung
interessieren sich Menschen aus den unterschiedlichsten Gründen - nicht nur, um
schnell unbesiegbar zu werden (am besten mit einem "Geheimrezept" gleich einem
Zauberspruch). Viele fragen sich z. B. "Was charakterisiert eine
Selbstverteidigungs-Situation?" oder "Ist dann schon etwas schiefgelaufen?" oder
""Soll ich den Gegner und mich als Einheit einer umfassenden Situation
begreifen?". Sehr häufig sprechen meine chinesischen Lehrmeister den Bereich der
Selbstverteidigung mit Tai Chi an.

Tai Chi als Kampfsport und realistische Kampfkunst-Anwendung zur Selbstverteidigung - Dr. Langhoff mit einem seiner Lehrer, dem Meister Fu Shengyuan in Hamburg.
Die Kampfkunst-Tradition des Yang-Tai-Chi wird von vielen Schulen weltweit bis in die Gegenwart weitergeführt. Dabei wird auch kontrovers über Begriffe wie Klassischer Yang-Stil oder Authentisches Tai Chi diskutiert: Arbeitskreis Klassischer Yang-Stil Yang Tai Chi.
Auf einer DVD zeigt der Linienhalter in der 5. Generation des Yang-Taijiquan Yang Jun die üblichen Kampfkunst-Anwendungen. Mich haben solche Anwendungen nie überzeugt. Grund ist die Konstellation der freien Hand des Kontrahenten zu einem Zeitpunkt, zu dem beide Hände/Arme des Verteidigers gebunden sind und ein Tritt zur Verteidigung nicht infrage kommt. Zur besseren Illustration füge ich entsprechende Sequenzen aus den Clips an:

Quelle: Tai Chi Kampfkunst 1

Quelle: Tai Chi Kampfkunst 2

Quelle: Tai Chi Kampfkunst 3
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Sehr viele Menschen sind beim "chinesischen
Schattenboxen" allerdings zu weich und zu schlaff, weil es ihnen an
Verständnis für die geforderte korrekte Entspannung (Sung)
mangelt. Korrekte Entspannung bezieht sich auf die Gelenke des ganzen
Körpers. Mehr: Biographie, Yang-Tai-Chi-Chuan und Yang Chengfu Center Seattle: Meister Yang Jun. Archive: Energie-Strategie: Doppelgewichtigkeit/ Doppelgewichtung. |
Yang Zhenduo sagte einmal treffend: "Tai Chi hatte zwar schon immer eine Komponente der Gesundheit und Gesunderhaltung, doch wurde das "Schattenboxen" in erster Linie für Kampfkunst-Zwecke geschaffen. Aber mit der fortschreitenden Waffen-Entwicklung, trat die Kampfkunst allmählich zurück zugunsten der Förderung der Gesundheit. Nichtsdestoweniger eignet sich Tai Chi weiterhin als Kampfkunst". Vorübungen sind Push Hands. Studie zum Konzept der Yang Chengfu Center: Sollten heutige Meister das traditionelle Yang-Tai-Chi verändern oder bewahren?
Warum spricht man von "Innerer Kampfkunst"?
Das Thema Wushu und besonders "Innere Kampfkunst" wird häufig in Foren der "Szene" diskutiert, ohne dass der Blick von Sachverstand getrübt wäre. Das ist bedauerlich, weil dadurch die Verhältnisse leicht verzerrt dargestellt werden. Darauf haben meine Lehrer oft hingewiesen unter Verweis auf Meister Yang Luchan. Der Dachverband hat eine Anlaufstelle für Beschwerden und Hinweise eingerichtet und mehrere Foren. Am besten nähert man sich dem Terminus meines Erachtens aus der Sicht der Historie und "Lineage", also der Meister-Folge.
Ein Kriterium bei der Einordnung chinesischer Kampfkünste war traditionell die Herkunft. Den aus Indien stammenden, oft als äußere Kampfkünste bezeichneten stellte man die inländischen, chinesischen gegenüber. Diese wurden als "Innere Kampfkunst" bezeichnet. Da östliche Kampfkunst zugleich stets als Kampf/ Kämpfen gegen sich selbst gesehen wurde, ergaben sich schon früh interessante Möglichkeiten der Interpretation und der Schwerpunktsetzung. Ein wichtiger Aspekt ist dabei der Zusammenhang von "äußerer" Kraft und "innerer" Kraft großer Meister.